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Zerrissene Seele

Wie kann es sein,
sich selbst verleugnen zu müssen
um sich treu bleiben zu können.
Lügen zu müssen,
um sich der Wahrheit zu verpflichten.

Wie kann es sein,
seinem Körper Schmerzen, Qualen, Leid zuzufügen
um die Seele vor Schmerzen zu beschützen.

Wie kann es sein, aus Angst vor dem Hunger
nichts mehr zu essen,
aus Angst vor dem Durst nichts mehr zu trinken.

Aus Furcht vor der Tiefe und der Dunkelheit
stürze ich mich in die Finsternis,
verschließe meine Augen vor mir selbst
und vergehe
In der Wollust meines Schmerzes

8.1.08 19:48


Game Over

Jeder Spielzug zum Scheitern verurteilt,
die Figuren geschlagen,
bevor sie auf dem Feld stehen.

Jeder Gang endet in einer Sackgasse
oder führt mich ins Nichts.

Hinter jeder Tür, die dich öffnet,
eine Mauer aus kaltem Stein.

Es gibt keinen Ausweg, kein Ziel,
keine Chance,

was ich auch tue,
Ich kann nicht gewinnen,
die Regeln verbieten es.

Wann dieses Spiel endet, ich weiß es nicht,
Ich weiß nur, ich habe kein zweites Leben
um von vorne zu beginnen.

6.1.08 17:10


Labyrinth der Erinnerung

Mein Geist treibt dahin
gefangen
in der Ewigkeit
der Erinnerung

Ich sehe Musik
und fühle die Farben
Ich schmecke das Licht
und höre den Geruch der Formen
des aufsteigenden Nebels

in den Katakomben des Vergessens
getragen von den Säulen aus Gefühlen
während sich Träume in die Schwärze
des Erinnern wandeln

Realität wird Illusion
Träume zur Warheit
Kälte aus Flammen
und Feuer aus Eis
11.6.07 19:22


Concert

.... Wellen von Melodien branden auf mich ein, getragen von einem wilden Rhytmus. Ich errichte ein Sperrfeuer aus Akkorden, zerfräse sie im Stakato einer Tonleiter. Die Drums übernehmen den Herzschlag, geben ihn vor. Eine Wolke aus Wollust und Lethargie, Friedfertigkeit und Agression geht von der Menge aus, wird endlich durchbrochen von einem Schrei kollektiver Erlösung ..... und die reine Magie, eins zu sein in der Musik durchströmt alle .....
17.5.07 14:01


Chrom brennt II

Chrom, ihr hübsches, stahlglattes Kindergesicht,
Mit kalten grauen Augen.
Wurde viel geredet über sie, und was man erzählte,
war alles andere als beruhigend.

transparente Reflexe schwirren davon
wie Überschallschmetterlingsschatten
Dahinter die Erinnerung von endlosem Raum.

Splitter schwarzen Eises, silberne Phosphenflut
Stimmen dringen durch die Lichtjahre
von Elektronen und Illusionen.

Und dunkel, so dunkel in den Hallen von Chroms Eis.

Irgendwo haben wir einen Körper, weit weg
in engen Kammern aus Stahl und Glas.
Irgendwo haben wir noch Mikrosekunden,
um vielleicht noch rechtzeitig raus zu kommen.

Und runter, runter. Das Programm eine Achterbahn,
zerfetztes Labyrinth aus Schattenwänden,
graue Kirchenschiffe zwischen hellen Türmen.

Im Kern der Dunkelheit, verwirbelt
orkanartiger Lichtertanz transparenter Klingen
Flutwellen des Vergessens im Feuertaumel.

Und wir tauchen auf den Grund von Chroms Schattenschloß

War warm die Nacht, in der wir Chrom verbrannten
Falter flatterten sich zu Tode an den Neonlichtern
Ich glaube immer noch Chroms metallisches Schreien zu hören.

Zuweilen sehe ich noch ihre Augen,
ihre kalten grausamen Kinderaugen
aber ihr Gesicht ist nicht dabei.

ist nie dabei
16.5.07 20:28


Im Zwielicht

Der Tag verstieß mich
Das Licht und seine Wesen
Verzehrte mich, verbrannte mich
Wollte nicht sehen, wie ich bin
Wollte nicht sehen, was ich bin

Die Nacht fürchte ich
Das Dunkel und seine Wesen
Lockend rufen sie nach mir
Neue, unbekannte Schrecken
Doch die Klauen sind die Alten

So wandle ich in der Dämmerung
Im Zwielicht zwischen Nacht und Tag
Verberge mich in den Schatten
Nicht schlafend, nicht wachend
Doch aufrecht, ungebeugt.
16.5.07 20:15





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